Mittwoch, 3. November 2010

Veränderungen


Seelsorgebereich
Pfarreienverband

Seelsorgeeinheit

Pfarreiengemeinschaft

Warum bekomme ich immer Bauchweh,wenn ich solche Bezeichnungen höre?

Vielleicht weil diese Konstrukte nicht entstehen, weil man mehr Miteinander haben möchte, sondern weil sie von oben einzig aus finanziellen Gründen anberaumt wurden!
Es sind "Zwangsehen", die, wenn es denn so ist,
versuchen das Beste aus der Situation zu machen!

Es sind die wenigen Pfarrer,Kapläne, Diakone und die engagierten Laien,
die den Spagat schaffen wollen, damit Kirche trotz allem ein Ort der Geborgenheit bleibt,...
...für die Alten, für die Kinder und Jugendlichen,für die Alleinstehenden und jungen Familien, für die Zugezogenen,die Suchenden ... für die Kranken, Einsamen und Trauernden!

Und manchmal sehen sogar die Gottesdienstbesucher es mit Humor und sprechen vom Pfarrerbingo: Welcher Seelsorger kommt denn heute aus der Sakristei und liest die Messe?

Natürlich geht es immer irgendwie weiter!

Trotzdem glaube ich persönlich, daß ein großes Stück Gemeinschaft verloren geht und die Seelsorger zu viele Stunden auf der Straße von A nach B und C verbringen!

Ich hoffe sehr, daß das notwendige Seelsorgebereichsmanagement nicht alle Kraft und Zeit verschlingt... und letztlich die einzelnen Pfarreien und die Gesundheit des Pfarrers auf der Strecke bleiben!
Dann stimmen die Finanzen,aber mehr auch nicht!



Kommentare:

  1. Liebe Ulla,
    wir leben in unserer Pfarrei seit Jahren in einer Pfarreiengemeinschaft, zuerst zu zweit, dann zu dritt, jetzt sind es (leider) schon vier Kirchen, die mit immer weniger Personal zu mangagen und "unter einen Hut" zu bringen sind. Erst im Herbst sind wieder einige Gottesdienste "wegrationalisiert" worden, was gerade die Älteren sehr betroffen gemacht hat, sind sie doch seit Jahren "ihren" Gottesdienst zur bestimmten Uhrzeit gewöhnt. Wir pendeln gerne zwischen den unterschiedl. Gemeinden, aber im Allgemeinen sind die Pfarreien unter sich geblieben, eine echte Gemeinschaft, mit einer Vermischung hat bis heute nicht stattgefunden und jeder kocht sein Pfarrsüppchen wie gehabt... Zum Pfarrbingo muss ich leider sagen, dass es auch hier so ist, dass stellenweise sogar im Pfarrbüro angerufen und gefragt wird, wer denn Zelebrant sei, ist dieser nicht genehm, so wechselt man auch gerne den Gottesdienst oder bleibt ganz fern. Was mich betroffen macht: Ich habe auch schon Leute aufstehen und gehen sehen, wenn am Messbeginn nicht der erhoffte "Wunschpfarrer" hereinkam.;-(

    Leider müssen wir mit der Situation des fortschreitenden Priestermangels irgendwie klarkommen, aber anstatt mit anzupacken und sich selbst einzubringen, ziehen es in unserer Pfarrei Viele vor sich ständig zu beschweren und zu fordern, auch keine Lösung...

    Dir noch einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Gabriele

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  2. Das sind traurige Entwicklungen! Dieser Trend betrifft mehr und mehr die großen "Staatskirchen" - bei den Freikirchen sieht das jedoch zum Teil ganz anders aus. Und so besteht zumindest Hoffnung, daß der Glaube den Christen nicht verlorengeht. Die Kirchenaustritte haben auch damit zu tun, daß die Menschen in den großen Kirchen nicht mehr das finden, was sie mit dem christlichen Glauben verbinden und damit geht diesen Kirchen auch das Geld verloren, das sie dringend bräuchten...
    Vielleicht schaust Du mal in meinen Blog, da wartet etwas ...

    Liebe Grüße
    Sara

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